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Die britische Zeitung “The Telegraph” meldet, dass der spanische Fußball-Club Real Madrid sein Logo ändert, um attraktiver für seinen Sponsor,  die Abu Dhabi Bank, zu werden. The Telegraph berichtet, dass Real Madrid aus Rücksicht auf die Geldgeber aus Abu Dhabi das Kreuz aus der im Logo abgebildeten Krone entfernt hat. Zu sehen war dies auf einer großdimensionierten Show-Kreditkarte, die bei einem Fototermin mit Real Madrid eingesetzt wurde. Seit 1920 thront die Krone über den Initialen des Vereins. 1931 verschwand sie, bevor sie 1941 auf das Logo zurückkehrte. Hier die Entwicklung des Logos seit 1902. Es ist zwar noch nicht klar, ob diese Logoänderung offiziell ist, oder ob es sich um eine aktionsbezogene Maßnahme handelt. Auf der Website von Real Madrid ist am gleichen Tag noch das alte Logo zu sehen.

Was hat das mit Kommunikation zu tun? Sehr viel. Das Logo ist das Herzstück des einheitlichen Erscheinungsbildes (Corporate Design). Das Corporate Design leitet sich aus der eigenen Identität (Corporate Identity) ab. Hier spiegeln sich die Elemente des Leitbilds und der Vision eines Unternehmens oder einer Organisation wider.

Beim Sponsoring wünscht sich der Sponsor einen Imagetransfer: Die Werte und Eigenschaften des Gesponsorten sollen auf ihn übertragen werden. Dazu tritt der Sponsor an geeigneter Stelle beim Gesponsorten auf. So auch beim Fußball.

Damit die Abu Dhabi Bank im arabischen Raum nun besser mit dem von ihnen gesponsorten Club Real Madrid auftreten kann, ist das Entfernen des christlichen Symbols natürlich hilfreich. Doch die Prinzipien des Sponsorings werden auf den Kopf gestellt. Wenn der Gesponsorte die grafische Erscheinung seiner Werte ändert, hat dies nichts mehr mit Imagetransfer zu tun. Eigentlich zeigt Real Madrid damit, dass ihnen der Wert des Geldes wichtiger ist, als ihre eigenen Werte. Wenig attraktiv für den nächsten Sponsor.

Burkhard Redeski

 

 

 

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