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Es ist schon eine Meisterleistung, für die ein Unternehmen lange arbeiten muss: Die Deutsche Bahn AG will ihre Preise zum Fahrplanwechsel nicht erhöhen und alle wichtigen Medien bringen dieses Nicht-Ereignis als Nachricht. Das nennt man wohl umgekehrten Nachrichtenwert.

Nachdem bekannt wurde, dass die Preise für Fahrkarten der Deutschen Bahn weder im Nah- noch im Fernverkehr teurer werden sollen, gibt es kaum ein Medium, das darüber nicht berichtet. “Keine Preiserhöhung bei der Bahn” die Topnews des Morgens. Dabei handelt es sich doch eigentlich um eine Ankündigung, dass nichts passiert. Ein Nicht-Ereignis.

Es scheint schon eine Art Naturgesetz zu sein, dass Bahnreisen im Dezember teurer werden. Und wenn die Bahn ihrer Bestimmung nicht folgt und alles beim Alten bleibt, steigt der Blutdruck in den Redaktionsstuben, als ob die Sonne abends nicht untergeht. Apropos abends: Man darf gespannt auf die nachrichtliche Flagschiffe der öffentlich-rechtlichen TV-Sender sein. Schafft es dieses Nicht-Ereignis in die Tagesschau und die heute Nachrichten?

Aber Vorsicht: So wie nicht jedes Ereignis automatisch einen Nachrichtenwert besitzt, verfügt auch nicht jedes Nicht-Ereignis unausweichlich über keinen Nachrichtenwert. Positiv formuliert: Würde Angela Merkel ankündigen, nicht mehr als Spitzenkandidatin in den nächsten Bundestagswahlkampf zu ziehen, hätte dies den Nachrichtenwert Relevanz. Denn im Gegensatz zur Bahn, würde sich etwas ändern.

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